Deine Alltagshelden-geschichten

Ob der Nachbar, der einem bei den Einkäufen hilft, oder unsere Retter aus der Feuerwehr, den Krankenhäusern und der Polizei – tagtäglich beweisen sie, dass sie wahre Alltagshelden sind.

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Werde selbst zum Helden
Foto: Johanniter /
Stefan Simonsen

Werde selbst zum Helden

Wie kannst du selbst zum Alltagshelden werden? Mit Erster Hilfe! Dabei solltest du immer eines bedenken: Das Schlimmste, was du tun kannst, ist, nichts zu tun. Um dich beim Helfen zu unterstützen, zeigen wir dir unten die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Wenn du uns beim Helfen unterstützen möchtest: Wir freuen uns über deinen Beitrag!

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Leben und Erste Hilfe in Corona-Zeiten

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Richtiges Helfen beginnt mit den richtigen Fragen.

Bei Erster Hilfe gilt: Im Ernstfall bleibt keine Zeit für Fragen. Darum geben wir hier schon einmal die wichtigsten Antworten. Wir versuchen, hier die zentralen Aspekte rund um das Thema Erste Hilfe abzudecken. Wenn du noch weiteren Klärungsbedarf verspürst – kein Problem. Wir beantworten alle deine Fragen gern!

Bei gestürzten Personen prüft man nicht nur die lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Bewusstsein, sondern durch eine Ganzkörperuntersuchung auch, ob Verletzungen vorliegen. Stellt man z. B. ein gebrochenes Bein fest, bewegt man dieses i. d. R. nicht, sondern stellt es ruhig (bspw. mit zusammengerollten Decken). Ist ein Motorradfahrer gestürzt, so muss man ihn bewegen, um z. B. den Helm abzunehmen, ihn in die stabile Seitenlage zu bringen oder eine Reanimation durchzuführen. Sofern die Person bei Bewusstsein ist, kann man sie fragen, ob man sie bewegen darf oder sie Schmerzen hat, wenn sie bewegt wird. Bewusstlose Personen spüren meist keinen Schmerz. Man kann davon ausgehen, dass der Sturz schmerzhafter war als die Bewegung, welche man an der Person durchführt.

Das Gesetz verpflichtet uns zu helfen– wir sollen und müssen helfen. Unterlässt man die Erste-Hilfe-Leistung, kann man verklagt werden. Gleichzeitig wird man durch das Gesetz geschützt. Als Ersthelfer will man helfen und handelt in guter Absicht, weshalb man auch bei Fehlern nicht mit einer Klage rechnen muss. Um in Notfällen entsprechend helfen zu können, wird jedoch empfohlen, alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren.

Bei einer Bewusstlosigkeit entspannt sich der Körper komplett und die Muskulatur erschlafft. Aufgrund dessen ist es möglich, dass die Zunge nach hinten in den Rachenraum fällt und die Atemwege blockiert. Ebenfalls ist es möglich, dass Mageninhalt durch die Speiseröhre bis in die Lunge gelangen kann und eine Erstickung droht. Daher ist es wichtig, die Person in die stabile Seitenlage zu bringen.

Wenn ein Mensch das Bewusstsein verliert, ist es zwingend notwendig, ihn zunächst anzusprechen, d. h. man sollte sich zu der Person knien, sie vorsichtig an Schulter oder Arm berühren und ansprechen. Ist die Person nicht erweckbar, sollte die Atmung kontrolliert werden. Ist die Atmung vorhanden, dann soll die Person in die stabile Seitenlage gebracht werden.
Auf welche Seite lege ich eine Person in die stabile Seitenlage?
Stellt man bei einer bewusstlosen Person fest, dass diese verletzt ist, legt man sie prinzipiell immer auf die gesunde Seite bspw., wenn man feststellt, dass Arm oder Bein verletzt sind. Stellt man jedoch fest, dass der Brustkorb verletzt ist, legt man die Person auf die verletzte Seite, um das Atmen zu erleichtern.
Was muss ich bei der stabilen Seitenlage bei Schwangeren beachten?
Bei einer bewusstlosen schwangeren Frau ist es wichtig, sie linksseitig in die stabile Seitenlage zu bringen, da in der Schwangerschaft eine wichtige Vene in der Rechtsseitenlage abgedrückt werden kann.

Findet man eine bewusstlose Person in Bauchlage vor, ist es zwingend notwendig, sie auf den Rücken zu drehen, da man in der Bauchlage keine korrekte Atemwegskontrolle durchführen kann. Sofern eine zweite Person zur Stelle ist, kann man die betroffene Person noch schonender in die Rückenlage bringen. Nachdem man die Atemwege kontrolliert hat, bringt man die bewusstlose Person in die stabile Seitenlage.

Bei einer Wiederbelebung ist es ganz wichtig, den sogenannten „Druckpunkt“ zu finden. Dieser befindet sich in der Mitte des Brustbeins, dahinter liegt das Herz. Nun legt man beide Hände über diesen Punkt, beugt sich über die Person und drückt mit genügend Druck auf diesen Punkt (ca. 5–6 cm tief) und entlastet anschließend wieder. Hierbei sollte man ca. eine Frequenz 100-120 mal Drücken in der Minute erreichen.
Kann ich aus Versehen das Herz quetschen oder die Rippen brechen?
Selbst eine schwere Person schafft es nicht, das Herz des Verletzten zu quetschen. Rippenbrüche können vorkommen, jedoch wird das in Kauf genommen, wenn man dafür das Leben einer Person retten kann.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sollten eine Mund-zu-Mund-Beatmung und eine Herzdruckmassage durchgeführt werden. Beide Maßnahmen sind in dieser Situation sehr wichtig. Entscheidet man sich aufgrund von Verletzungen im Mundbereich, Erbrochenem im Bereich des Mundes oder der Angst vor einer Infektion bspw. mit COVID-19, im Sinne des Eigenschutzes dazu, die Mund-zu-Mund-Beatmung nicht durchzuführen, konzentriert man sich nur auf die Herzdruckmassage. Wenn man sich dazu entscheidet, nicht zu beatmen, muss man zwingend die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung durchführen, um das Leben dieser Person zu retten.
Tipp: Gegen virulente oder bakterielle Erreger gibt es im Handel erhältliche Beatmungsfolien, die der Auflage auf den Mund des Betroffenen dienen und den Ersthelfer schützen sollen.

Jeder hat sich schon mal verbrannt. Hat man sich bspw. eine kleine Verbrennung am Finger zugezogen, so wird empfohlen, den Finger für 10 Minuten unter handwarmes Wasser aus dem Wasserhahn zu halten. Sofern die Verbrennung größer als eine Handfläche ist, wird nicht gekühlt, da die Gefahr der Unterkühlung droht. Stattdessen wird die Wunde druckfrei, keimarm und großflächig abgedeckt und die Person ins Krankenhaus gebracht.

Ein Schlaganfall lässt sich durch den FAST-Test erkennen:

  1. F steht für Face. Hierbei bittet man die Person zu lächeln. Ist eine Gesichtshälfte gelähmt, ist das ein Indiz für einen Schlaganfall (bspw. einen hängenden Mundwinkel).
  2. A steht für Arms. Auch ein Arm kann gelähmt sein. Man bittet die Person, beide Arme gleichzeitig anzuheben. Bei einer Person, die einen Schlaganfall hat, kann es sein, dass ein Arm nicht angehoben werden kann oder langsam wieder absinkt. Auch das kann ein Indiz für einen Schlaganfall sein. Auch mit der Händedruckprobe kann untersucht werden, ob eine Person einen Schlaganfall hatte: Hierzu nimmt man beide Hände des Betroffenen in seine Hände und bittet ihn, fest zuzudrücken. Kann man einen Unterschied zwischen den beiden Seiten feststellen, ist das ein weiteres Indiz für einen Schlaganfall.
  3. S seht für Speech. Man lässt die Person bspw. einen Zungenbrecher wie „Fischers Fritz fischt frische Fische“ aufsagen. Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben, fällt es schwer den Zungenbrecher aufzusagen, ggf. ist es ihnen noch nicht einmal möglich zu sprechen. Weitere Zeichen können Lallen, Nuscheln oder Verhaspeln sein.
  4. T steht für Time, d.h. die zeitliche oder räumliche Orientierung. Hier eignen sich Fragen nach dem Jahr, also dem Datum oder der Jahreszeit. Kennt eine Person nicht das aktuelle Datum oder die Jahreszeit, kann das ein Indiz für einen Schlaganfall sein.

Trifft ein Indiz des FAST-Test zu, soll umgehend die 112 gewählt werden, damit der Rettungsdienst diese Person ins Krankenhaus bringen kann.

Bei einem Insektenstich im Mund- und Rachenraum ist es wichtig zu kühlen. Wenn die Person bei Bewusstsein ist und noch atmen kann, kann das Lutschen eines Eiswürfels helfen. Unterstützend dazu kann man kalte, nasse Tücher nehmen und um den Hals der betroffenen Person legen, um von außen zu kühlen. Bei kritischer Atmung, allergischer Reaktion oder Bewusstlosigkeit muss die 112 gerufen werden.

Wenn du weitere Fragen hast, kannst du uns gerne kontaktieren: