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„Departure – Das Zugunglück“: Oscar-Preisträger Christopher Plummer in seiner letzten Rolle

Schauspielkarrieren wie die des Kanadiers Christopher Plummer gibt es selbst in Hollywood nur ganz selten. Über 70 Jahre währte die Karriere des 1929 geborenen Ausnahmemimen, der bereits 1948 auf der Bühne stand und für den seine Hauptrolle im kanadischen Serienhit „Departure – Das Zugunglück“ im Alter von 90 Jahren das letzte eindrucksvolle Lebenszeichen eines Unbeugsamen sein sollte. Am 5. Februar 2021 ist Christopher Plummer nach einem Sturz im Alter von 91 Jahren friedlich eingeschlafen. Sein eindrucksvoller zweiter Auftritt als Howard Lawson an der Seite von Emmy-Preisträgerin Archie Panjabi ist damit sein Vermächtnis, das Universal TV ab dem 25. Oktober immer montags um 21:00 Uhr in Doppelfolge zur Ausstrahlung bringt.  Wir würdigen den großen Mimen mit einigen Schlaglichtern auf seine bewegte Karriere.

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Noch bevor Plummer im legendären Musical „The Sound of Music“ an der Seite von „Mary Poppins“ Julie Andrews 1965 zu Weltruhm kam (und zwar ohne selbst zu singen), war er zunächst auf kanadischen Bühnen und schließlich am Broadway aktiv – ausgebildet übrigens auf jener Bühne in Montreal, auf der auch sein Kollege William Shatner seine ersten Gehversuche in Richtung Captain Kirk unternahm. Zahlreiche Engagements, insbesondere als Shakespeare-Mime, führten ihn unter anderem nach England, von wo aus seine weitere Bühnenkarriere ihren Lauf nahm, die ihm unter anderem zwei „Theater-Oscars“, den Tony Award für „Cyrano“ (1974) und „Barrymore“ (1997) einbrachte.

Dem Weltpublikum bekannt aber blieb er lange Zeit als Captain von Trapp aus „The Sound of Music“, einem Film, den er selbst nicht besonders schätzte, dem er mit seinen zahlreichen historischen Rollen (u. a. als Oedipus, Duke of Weelington in „Waterloo“ oder Dschungelbuchautor Rudyard Kipling) bis in die frühen Neunziger nur schwer entkommen konnte. Erst dann nämlich begann die „späte“ Filmkarriere des mittlerweile zweitältesten Oscarpreisträgers aller Zeiten so richtig: An der Seite seines Buddies William Shatner in „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“, für Spike Lee in u. a. „Malcom X“ (1992) und „Inside Man“ (2006), in Terry Gilliams „12 Monkeys“, Michael Manns „The Insider“ (1999) und Ron Howards Oscar-Abräumer „A Beautiful Mind“ (2001). Nachdem er 2009 im Pixar-Meisterwerk „Oben“ dem alten Charles Muntz seine Stimme geliehen hatte, reichte es 2012 endlich zum Oscar. Als homosexueller Vater von Ewan McGregors Oliver Fields erhielt er für „Beginners“ als damals ältester Darsteller überhaupt die begehrte Trophäe als bester Nebendarsteller. Nachdem er 2017 als Kevin Spacey-Ersatz in Ridley Scotts „Alles Geld der Welt“ einen eindrucksvollen Auftritt als geiziger Patriarch Jean Paul Getty hatte, eroberte er mit „Knives Out – Mord ist Familiensache“ 2019 ein letztes Mal die internationalen Kinocharts.

„Departure“, mit dem der auch Emmy-gekrönte Plummer ein letztes Mal in den seriellen TV-Orbit abhob, sorgte erstmals 2019 international und auch auf Universal TV für Furore. Als Howard Lawson ist er hier der Senior Manager des Transport Safety and Investigations Bureau, das mit der Aufklärung eines Flugzeugunglücks betraut wird. Seine Rolle im bei Universal TV seine Deutschlandpremiere feiernden „Zugunglück“ bietet nun zum letzten Mal die Gelegenheit, diesem Ausnahmedarsteller bei der Arbeit zuzusehen. Rest in Peace!

Universal TV zeigt die Deutschlandpremiere von „Departure – Das Zugunglück“ ab dem 25. Oktober immer montags um 21:00 Uhr in Doppelfolge.