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Holmes 2.0: So viel Sherlock steckt in „Elementary“

Der vielleicht populärste Ermittler der Kriminalgeschichte wird nach rund 135 Jahren im Einsatz endlich flügge. Mit der Universal TV Channel Premiere der zweifach Emmy-nominierten Hitserie „Elementary“ geht es für Fans der legendären Schöpfung von Sir Arthur Conan Doyle nicht nur über den großen Teich, mit Johnny Lee Miller („Trainspotting“) als Sherlock Holmes und „Charlie`s Engel“ Lucy Liu in der Rolle der Dr. Watson wurde zudem auch fleißig an Charakter und Geschlecht der beiden Hauptfiguren geschraubt. Ab dem 4. August dürfen wir das dynamische Ermittlerduo in insgesamt 24 Episoden durch die erste Staffel und bei zahlreichen Ermittlungen im Big Apple begleiten. Die beste Nachricht für alte und neue Fans. Gleich am 20. August geht es mit den 24 Episoden der zweiten Staffel weiter. Wochentags jeweils um 19:30 zeigt Universal TV die Abenteuer von Holmes & Watson in Doppelfolge. Reichlich Gelegenheit für alle Amateurdetektive, ein bisschen in der DNA des Klassikers herumzuschnüffeln. Wir fangen schon mal an und zeigen Euch, wie viel „Sherlock“ noch in „Elementary“ steckt. Und wo die US-Hitserie sich die Freiheit(en) nimmt, moderner zu sein als alle Umsetzungen zuvor.

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Die Grundprämisse
Ein deduktives Genie bleibt ein deduktives Genie. Das hat sich seit dem ersten Auftreten von „Sherlock Holmes“ in den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle nicht geändert. Auch in „Elementary“ steht Sherlock Holmes deshalb als Detektiv der Polizei zur Seite. Unterstützt von seinem „Sidekick“ Dr. Watson, mit der zusammen er allerdings nicht mehr Scotland Yard, sondern dem New Yorker Police Department zuarbeiten darf. Auch zahlreiche der klassischen Holmes-Fälle dürfen in teils abgewandelter Form hier auftauchen. Und nach insgesamt sieben Staffeln – wie die berühmte Vorlage – an den Reichenbach-Fällen enden.

Die Figuren
Wie in der Vorlage auch ist Sherlock Holmes nicht nur mit einer dicken Portion deduktiven Genies gesegnet, er hat auch mit seiner Opiatsucht zu kämpfen. „Elementary“ macht sie zu einer zentralen Antriebsfeder der Handlung und stellt ihm mit Dr. Watson zugleich eine Anstandsdame zur Seite. Richtig gelesen. Erstmals in der Geschichte ist Holmes Partner eine Frau, die ehemalige Chirurgin Dr. Joan Watson, die ihm nicht nur bei seinen Fällen, sondern auch in Rehabilitationsphasen zur Seite steht. Auch der Polizeikontakt ist (fast) ein alter Bekannter: Aus dem Scotland Yard-Beamten Tobias Gregson wird hier der von Aidan Quinn verkörperte Captain Tommy Gregson, der vor seiner NYPD-Zeit ebenfalls bei Scotland Yard war. Auch Lestrade als sein ehemaliger Partner bei Scotland Yard und seine große Liebe Irene Adler („Game of Thrones“-Star Natalie Dormer) finden Eingang in die Welt von „Elementary“. Was selbstverständlich auch für Moriarty gilt. Allerdings mit einer faustdicken Überraschung im Gepäck…

Der Handlungsort
Wie schon seinen britischen Kollegen Benedict Cumberbatch verschlägt es auch Johnny Lee Miller (übrigens längst der Holmes mit den meisten TV-Einsätzen) in die unmittelbare Gegenwart. Was auch „Elementary" reichlich Gelegenheit gibt, mit den Segnungen der Neuzeit zu spielen. Am gravierendsten aber wirkt sich der „Umzug“ nach New York aus. Statt ehrwürdiger viktorianischer Stadtkulissen steht hier die Wolkenkratzer-Metropole im Mittelpunkt. Hierhin verschlägt es Holmes, weil er nach Problemen in London und wegen seiner anhaltenden Drogensucht von seinem Vater in die „Obhut“ von Dr. Watson gegeben wird. Das bedeutet auch ein anderes kriminalistisches Umfeld. Statt des altehrwürdigen Scotland Yard profitiert nun die NYPD von den außerordentlichen detektivischen Fähigkeiten unseres Sherlock Holmes.

Dem Ergebnis ist es als eine Art „Best of both worlds“ gelungen, Tradition und Moderne in Einklang zu bringen und so nicht nur das Publikum, sondern auch die zunehmend begeistert reagierende Kritik auf seine Seite zu ziehen. Kein Wunder: So viel Raum für die charakterliche Ausbreitung der Figuren gab es selten. Und seien wir ehrlich: Dass Sherlocks bessere Hälfte endlich eine Frau ist, ist nach rund 100 Jahren Gleichberechtigung eigentlich auch überfällig und ein echter Gewinn für Krimifans. Die dürfen sich ab dem 4. August auf eine geballte Ladung elementarster Krimi-Unterhaltung als Channel-Premiere auf Universal TV freuen. Denn dann gehören die Wochentage jeweils ab 19:30 Uhr den ersten 48 Episoden der Hitserie – passenden zum neuen dynamischen Duo immer in Doppelfolge.