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(K)ein Sherlock zu viel: Die elementarsten Sherlock-Holmes-Adaptionen

Seien wir ehrlich: Ohne Sherlock Holmes keine Kombinationsgabe, keine Deduktion und keine Forensik. Und damit auch keine modernen Serienklassiker wie „CSI“ & Co. Der seit 1886 in zahlreichen Kurzgeschichten und 4 Romanen von Sir Arthur Conan Doyle auf die Menschheit losgelassene Privatdetektiv ist die vielleicht populärste Figur der Kriminalgeschichte. Ein Ermittler, der zusammen mit seinem kongenialen Partner Dr. Watson auch aus der Film- und Fernsehgeschichte der letzten einhundert Jahre nicht mehr wegzudenken ist. Mit „Elementary“ feiert nun die modernste und vielleicht radikalste Umdeutung des Klassikers seine Channel-Premiere bei Universal TV. In zunächst zwei Staffeln geht es ab dem 4. August mit Johnny Lee Miller als opiatsüchtiger Ermittler nach New York, wo er mit der Unterstützung der ehemaligen Chirurgin (!!) Dr. Joan Watson (Lucy Liu) als unbezahlter Berater des NYPD zahlreiche Fälle löst. Und zwar Montag bis Freitag immer um 19:30 Uhr in Doppelfolge. Wie konnte es so weit kommen? Wir haben den Weg des Privatdetektivs von der Londoner Schwarz-Weiß-Ikone bis zum New Yorker Hipster für Euch nachgezeichnet.

Elementary1 News

Der Hund von Baskerville (1939)
Wer:
Basil Rathbone (Sherlock Holmes), Nigel Bruce (Dr. Watson)
Was: Der Beginn einer zwölfteiligen Filmreihe mit Basil Rathbone, die bis heute als quintessenziell in Sachen „klassischer“ Sherlock Holmes gilt.
Warum: Weil man den ursprünglichen und nostalgischen Geist von Arthur Conan Doyles Schöpfung nirgends so schön wiederfindet wie hier.

Sherlock Holmes (1984 – 1994)
Wer:
Jeremy Brett (Sherlock Holmes), David Burke (Dr. Watson)
Was: Die vielleicht werkgetreueste Adaption des Krimiklassikers brachte es in den 1980er Jahren auf über 40 Episoden.
Warum: Weil Jeremy Brett vielen auch heute noch als vielleicht bester Darsteller des „klassischen“ Sherlock Holmes gilt

Basil, der große Mäusedetektiv (1986)
Wer:
Walt Disney
Was: Die Übertragung des legendären Ermittler-Duos in die Trickfilmwelt der nicht minder legendären Disney-Studios.
Warum: Weil auch der Nachwuchs ein Recht auf kriminalistische Spannung und untrügliche Kombinationsgabe hat.

Sherlock Holmes (2009)
Wer:
Robert Downey Junior (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. Watson), Guy Ritchie (Regie)
Was: Die Superheldenwerdung von Holmes & Watson mit „Iron Man“ Downey Jr. und perfekt inszenierter Action.
Warum: Weil mit den Verfilmungen von Guy Ritchie der Grundstein für eine modernere Herangehensweise an den Holmes-Stoff gelegt wurde.

Sherlock (2010 – 2016)
Wer:
Benedict Cumberbatch (Sherlock Holmes), Martin Freeman (Dr. Watson)
Was: Der bislang vielleicht modernste Holmes kombiniert sich auch durch Einsatz von Kommunikationstechnologie und mit viel schwarzem Humor durch das London der Jetztzeit.
Warum: Weil nicht nur die Drehbücher fantastisch sind, sondern auch Holmes-Darsteller Benedict Cumberbatch, den die Rolle zum Sexsymbol hat werden lassen.

Elementary (2012 – 2019)
Wer:
Johnny Lee Miller (Sherlock Holmes), Lucy Liu (Dr. Watson)
Was: Der bislang vielleicht radikalste Umzug des Klassikers in das New York der Gegenwart punktet u. a. mit einem weiblichen Dr. Watson.
Warum: Weil die Dynamik zwischen Holmes & Watson durch das Geschlecht des Doktors ganz neue Blüten treiben darf.

Ein Blick in Richtung Film- und Popkultur beweist: Das detektivische Universum rund um Sherlock Holmes ist noch längst nicht auserzählt, wenn mittlerweile sogar seine kleine Schwester Enola oder die von ihm gern beauftragten „Irregulars“ zu eigenen Film- und Serienstoffen finden. Neben „Sherlock“ am meisten aus der Grundprämisse gemacht hat man mit der Amerikanisierung des Stoffes für „Elementary“. Mit dem Big Apple und der Drogensucht von Sherlock Holmes im Mittelpunkt und einem waschechten „Engel“ (Lucy Liu) an seiner Seite ist für spritzige Wortgefechte ebenso gesorgt wie für aufregende Krimi-Unterhaltung. Ihr wollt messerscharf mitkombinieren? Ab dem 4. August startet Universal TV mit der ersten Staffel. Die zweite Season folgt ab dem 20. August.